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wieviel Sinn macht der Einsatz in der Schule? |
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3. Internetinitiativen 3.1. Die Initiative "Schulen ans Netz" Die Initiative "Schulen ans Netz (SaN)" wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF), vertreten durch Bundesminister Dr. Jürgen Rüttgers, und der Deutschen Telekom AG, vertreten durch Telekom-Chef Dr. Ron Sommer, ins Leben gerufen. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre befristet und kooperiert mit zahlreichen Firmen aus der deutschen Wirtschaft. Insgesamt sollen ca. 59 Mio. DM für den Anschluß von bundesdeutschen Schulen ans Internet zur Verfügung gestellt werden. Das BMBF bietet bis zu 10.000 Schulen die unentgeltliche Nutzung des Wissenschaftsnetzes über den Verein zur Förderung des Deutschen Forschungsnetzes (DFN e.V.). Dieses Angebot gilt bis Mitte 1998. Weiterhin können kostenlose Schulungen zum Thema "Datenbankrecherche" von Multiplikatoren, Lehrpersonal und Schülern beantragt werden. Für zentrale Maßnahmen wie: Aufbau eines Bildungsservers, wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der gesamten Initiative, Dokumentation und Untersuchung der bisher bekannten Bildungsprojekte mit Netznutzung werden bis zu 23 Mio. DM vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie zur Verfügung gestellt. Die Deutsche Telekom AG bringt Sach- und Dienstleistungen (ISDN-Anschlüsse, kostenfreie T-Online-Anschlußkennungen, Gebührenguthaben, Personal zur organisatorischen Abwicklung der Initiative) sowie Geldmittel bis zum Gesamtgegenwert von 36 Mio DM in das Gemeinschaftsprojekt ein. In Zusammenarbeit mit den Schulbuchverlagen Cornelsen, Klett, Schroedel und Westermann entwickelt die Abteilung Pädagogik und Informatik der Humboldt Universität Berlin das Informationsangebot des Deutschen Bildungs-Servers (DBS). Ferner unterstützt die Initiative "Schulen ans Netz" den Aufbau von Bildungsservern in den einzelnen Ländern und Maßnahmen der Lehrerfortbildung. Firmen aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft sind weiterhin zur Mitarbeit aufgerufen. "Diese Initiative ist eine nationale Aufgabe angesichts der Heraus-forderungen des 21. Jahrhunderts."28 "In den nächsten zehn Jahren werden wir mehr neues Wissen er- und verarbeiten müssen als in den vergangenen 2500 Jahren. Weltweit verdoppelt sich der Wissensbestand alle fünf Jahre. Gleichzeitig sind Informationen und Wissen der wichtigste Rohstoff für alle Industriegesellschaften. Information und Wissen müssen strukturiert, verarbeitet und gespeichert sowie in Anwendungszusammenhängen nutzbar gemacht werden. Information und Wissen sind prinzipiell weltweit verfügbar: daraus folgt, daß jede Gesellschaft diese Herausforderung des 21. Jahrhunderts annehmen und für sich bewältigen muß. Der Schlüssel für die Bewältigung dieser Aufgabe liegt beim Bildungssystem, nicht nur in der beruflichen Aus- und Fortbildung, sondern besonders in der schulischen Ausbildung."29 Die SaN-Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, einer Vielzahl von allgemein- und berufsbildenden Schulen den Zugang zu Telekommunikationsnetzen und Online-Diensten zu eröffnen. Informations- und Arbeitsprozesse sollen neu gestaltet, das Lehren und Lernen in den Schulen an die Anforderungen der Informationsgesellschaft herangeführt werden. "Die Leistungsfähigkeit unseres Landes wird in der Zukunft davon abhängen, wie effektiv wir mit Informationen umgehen. "Schulen ans Netz" will die Fähigkeit fördern, Schüler für die Informationsgesellschaft vorzubereiten."30 Die Initiative initiiert, koordiniert und fördert die Projektaktivitäten in Bezug auf Lehren und Lernen über Netze. Weitere Aufgaben bestehen in der Entwicklung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien, der Aus- und Fortbildung von LehrerInnen und der Qualifizierung von SchülerInnen im Umgang mit Telekommunikations- und Informations-technologie. Folgende Ziele der Computer- und Netznutzung für das Bildungswesen werden genannt: * Entwicklung von Kompetenzen im Umgang mit neuen Medien (verantwortungsvoller Umgang mit multimedialen Informations- und Kommunikationstechniken) * berufsvorbereitende Nutzung moderner Technologien * Nutzung neuer Informationsquellen wie Datenbanken und Online-Angebote der Bibliotheken * weltweite Kommunikation und Kooperation * Förderung interkulturellen Lernens * Qualifizierung von Lehrkräften zur interdisziplinären Zusammenarbeit * Erstellung mediengerechte Lehr- und Lernangebote * Austausch von Unterrichtskonzepten und Materialien * Veränderung der Rolle des Lehrpersonals. ("Durch den Einsatz vernetzter Computer können moderne Konzepte handlungsorientierten Unterrichts entwickelt, Schülern und Schülerinnen mehr Raum für Eigenaktivität gegeben sowie Schlüsselqualifikationen gefördert werden.")31
Für die netzorientierte Arbeit an Schulen werden folgende Betätigungsmöglichkeiten aufgelistet: * Versenden und Empfangen elektronischer Post, d.h. die weltweite Kommunikation mit anderen Schülern * Gezieltes Suchen von Informationen in Netz-Diensten und Datenbankanbietern, d.h. das kompetente Durchführen von Recherchen * Telekooperatives Arbeiten, d.h. das moderierte Arbeiten mit anderen Schülern an einem gemeinsamen Thema * Publizieren im Netz, d.h. das Anfertigen und Bereitstellen von Informationsangeboten für andere, z. B. mittels WWW-Seiten.
Die Initiative "Schulen ans Netz" unterscheidet vier Grundtypen von Projekten: * Einstiegsprojekte (Neueinstieg von Schulen in die Computer- und Netznutzung) * Modellprojekte (Entwicklung von unterrichts- oder schulbezogenen Materialien und deren Bereitstellung im Netz) * Projekte der Lehrerbildung * Infrastrukturprojekte (Verbesserung der regionalen, landesweiten und länderübergreifenden Kommunikation und Information).
Die von der Initiative "Schulen ans Netz" geförderten Schulen beteiligen sich an dem überregionalen Informationsaustausch sowie der wissenschaftlichen Begleitung, Dokumentation und Evaluation (Auswertung) des Projektes. Das inhaltliche und pädagogische Interesse richtet sich dabei primär auf die Frage, ob mit Hilfe der Netznutzung eine Unterrichtserweiterung geschaffen werden kann und welche Einflüsse die Arbeitsumgebung auf den Unterricht hat. "Das pädagogische Konzept der Initiative ist dabei einfach zu beschreiben: Es geht darum, gemeinsam mit zahlreichen Schulen die Chancen für ein Lernen mit Multimedia und Netzen zu entdecken und weiterzuentwickeln."32 Die in den geförderten Schulprojekten gewonnenen Ergebnisse sollen als "Anstoß und Grundlage für neue curriculare Ansätze einer auf Informations- und Kommunikationstechnik basierten Bildung"33 verstanden und weiterentwickelt werden. Die zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesinitiative bietet den geförderten Projekten für die Dauer der Laufzeit eine Beratung in pädagogischen und technischen Fragen und die Vermittlung von Hilfen aller Art. Sie bemüht sich um eine kooperative Zusammenarbeit mit den Ländern und Kommunen, deren bereits vorhandene Leistungen und Angebote über das Netz zugänglich gemacht werden sollen. Landesprogramme, wie etwa in Schleswig-Holstein, werden von der Bundesinitiative als selbständige Ergänzungen begrüßt. Die Bildungseinrichtungen in den einzelnen Ländern sind dazu aufgerufen, zunächst ihre örtlichen, regionalen und landesweiten Möglichkeiten zu nutzen. Mindestens 60% des gesamten Spendenaufkommens sollen zur Durchführung von Unterrichtsprojekten in den Schulen zur Verfügung stehen. Ca. 20% werden für Maßnahmen der Lehrerfortbildung, 10% für länderinterne und länderübergreifende Infrastrukturmaßnahmen verwendet. Die zentrale Verwaltung, Organisation, Koordinierung, Beratung und Pressearbeit soll mit deutlich weniger als 10% der insgesamt gespendeten Summe auskommen. Bei der Auswahl von Förderprojekten der Initiative "Schulen ans Netz" seitens des Auswahlgremiums sollen alle Länder und alle Schularten vertreten sein. Ferner sollen die folgenden Möglichkeiten der pädagogischen Netznutzung abgedeckt werden: * Netznutzung zwecks nationaler und internationaler Kommunikation * Netznutzung zwecks nationaler und internationaler Datenrecherche * Netznutzung in möglichst vielen Unterrichtsfächern und in fächerübergreifenden Projekten * Aufbau einer allgemeinen Medienkompetenz (Medienerziehung) * Nutzung von Multimedia-Anwendungen * Netznutzung im Rahmen von Lehrerbildungsmaßnahmen.
Von den potentiellen 43.000 antragsberechtigten Schulen und Einrichtungen in Deutschland haben bis zum 15.06.96 rund 6300 Schulen ihr Interesse an der Durchführung eines Projektes im Rahmen der SaN-Initiative bekundet. Die eingegangenen Förderanträge wurden gleichmäßig aus allen Bundesländern gestellt und verteilen sich wie folgt auf die vier Grundtypen von Projekten: 5486 Anträge für Einstiegsprojekte, 760 Anträge für Modellprojekte, 200 Anträge für Lehrerfortbildungsprojekte, 100 Anträge für Infrastrukturprojekte. Ende Juli 1996 hat das Auswahlgremium über 3200 Schulen die Projektförderung für ihre Einstiegsprojekte zugesagt. Die Schulen wurden mit Computern, ISDN-Anschlüssen, Software und Freieinheiten ausgestattet. 250 Modellprojekte mit bestehender Computer- und Netzerfahrung wurden durch eine umfassende Netzwerkausstattung gefördert. "Viele Schülerinnen und Schüler können sich schon jetzt auf einen interessanten und zeitgemäßen Unterricht freuen, der ihnen die Faszination moderner Informationstechnik vermitteln wird."34 1997 haben weitere 2600 Schulen durch die SaN-Förderung Zugang zum Internet erhalten.35
3.2. Die Initiative "Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein" Die Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein Heide Simonis hat in Zusammenarbeit mir der schleswig-holsteinischen Wirtschaft und den Bildungs-einrichtungen die Gemeinschaftsinitiative "Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein" ins Leben gerufen, um die Bundesinitiative des BMBF und der Deutschen Telekom AG zu erweitern. Mit dem Ziel Kindern und Jugendlichen berufliche Chancen zu eröffnen, sollen sie frühzeitig an die neuen Techniken herangeführt werden, so daß sich der Strukturwandel zur Informationsgesellschaft sozial gerecht vollziehen kann. "Ziel der Initiative Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein ist es, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit der sinnvollen Nutzung moderner Informations- und Kommunikations-medien vertraut zu machen."36 Folgende Teilziele der Landesinitiative werden genannt: * Ausstattung der Schulen mit vernetzten Personal-Computern und Software. Der Zugang zum lokalen Netzwerk der Schule sollte vom Lehrerzimmer und allen Klassenräumen aus möglich sein, damit multimediale Daten als zusätzliches Mittel der Unterrichtsgestaltung eingesetzt werden können. * Anschluß an eine leistungsfähige Telekommunikationsverbindung (ISDN) zur Übertragung von textbasierenden Dateien, Grafiken, Tönen, Filmsequenzen sowie Videokonferenzen. Im Rahmen der Bundesinitiative "Schulen ans Netz" werden in Schleswig-Holstein von der Telekom innerhalb von drei Jahren rund 300 Schulen mit ISDN-Anschlüssen ausgerüstet. * Aufbau eines landesweites Bildungs- und Informationsnetzes zwecks Koordination von schul- und bildungsrelevanten Institutionen und Initiativen sowie der Verbreitung von Ressourcen. * Fortbildung von Lehrkräften * Entwurf eines medienpädagogischen Konzeptes zur Verknüpfung multimedialer Unterrichtsmaterialien und Techniken mit bisherigen und neuen Lerninhalten. * Initierung, Erprobung und Bewertung von Unterrichtsprojekten * Erprobung von neuen Formen des multimedialen Lernens und Lehrens (in lokalen und weltweiten Netzen) * Test und Entwicklung von Unterrichtssoftware * Entwicklung eines langfristigen Konzeptes in Bezug auf künftig entstehende schulische Herausforderungen durch die Entwicklung zur Informations- und Wissensgesellschaft * Vermittlung eines bewußten und kritischen Umgangs mit den modernen Informations- und Kommunikationstechniken.
In Bezug auf die Förderung des Einsatzes neuer Informations- und Kommunikations-techniken in der Schule wurden in den letzten Jahren bereits folgende Vorhaben realisiert: * der Aufbau des landesweiten Schulnetzes (KIDS = Kommunikation und Information im Datenfernübertragungsnetz für Schulen) mit kostenlosem Zugang für Lehrkräfte und SchülerInnen * Schulung von zahlreichen Lehrkräften im Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationstechniken * Initiierung computergestützter Unterrichtsprojekte in Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien * Durchführung von internationalen Projekten an berufs- und allgemeinbildenden Schulen.
Das Hauptanliegen der Initiative "Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein", junge Menschen für die Anforderungen der Informationsgesellschaft fit zu machen, wird von der Ministerpräsidentin als gesellschaftliche Herausforderung bezeichnet, die das gemeinsame Engagement von Staat, Wirtschaft und der Lehrer-, Schüler- und Elternschaft fordert. "Wenn wir in Schleswig-Holstein zusammenarbeiten, wird es gelingen, unsere Jugend mit dem nötigen Rüstzeug auf dem Weg in die Informationsgesellschaft zu unterstützen."37 Die Initiatoren des "Schulen ans Netz"-Projektes in Schleswig-Holstein sehen in den Veränderungen durch moderne Informations- und Kommunikationstechniken und der damit verbundenen Entwicklung einer Informations- und Wissensgesellschaft eine Herausforderung für die Zukunft. Das Bildungssystem muß sich dieser Herausforderung stellen und in der schulischen und beruflichen Ausbildung Schlüsselqualifikationen im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken vermitteln. Durch deren Einsatz werden vielfältige Möglichkeiten für ein differenziertes, motivierendes, kreatives und neues Lernen geschaffen. Ohne die soziale und kommunikative Dimension des Wissens zu vernachlässigen, muß der Umgang mit der Masse des Informationsangebots gelernt werden. Neben dem Wissen um die modernen Möglichkeiten für eine problemrelevante Wissensbeschaffung und Wissensaneignung steht die kritische Bewertung neuer Techniken. Die technische Ausstattung der Schulen in Schleswig-Holstein bietet nach Angaben der Landesinitiative eine gute Basis, auf die aufgebaut werden kann. "Nahezu alle 1.100 allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein haben PC-Arbeitsplätze, wenn auch, je nach Schultyp, in unterschiedlicher Zahl. Gesamt- und Realschulen sowie Gymnasien im Land sind in dieser Hinsicht besser ausgestattet als Sonder-, Grund- und Hauptschulen."38 Leider ist die Hälfte der Rechner stark veraltet. Weiterhin sind die Computer in der Regel in speziell dafür eingerichteten Computerräumen installiert, so daß sie kaum in den normalen Unterrichtsablauf integriert werden können. Lokale Netzwerke und Möglichkeiten zur Datenfernübertragung sind nur an wenigen Schulen zu finden. "Die bisherigen Aktivitäten zeigen, daß die Anforderungen der Zukunft im Bildungsbereich erkannt wurden. Es gilt jetzt, die notwendigen technischen und inhaltlichen Anpassungen durchzuführen."39 Durch die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken erfahren Lehr- und Lernprozesse eine qualitative Veränderung. Der Computer kann dort eingesetzt werden, wo eigene Umwelterkundung oder Realexperimente nicht möglich sind. Das Potential pädagogischer Anwendungsmöglichkeiten computergestützten Lernens in Schulen ist erst ansatzweise entfaltet, die didaktisch reflektierte Weiterentwicklung denkbarer Anwendungen bleibt eine zentrale Aufgabe. "Insgesamt ermöglichen die neuen Medien Lernformen, die von vielen Didaktikern und pädagogischen Psychologen seit langem gewünscht werden. Sie zeichnen sich durch ein hohes Maß an Selbststeuerung und produktiver Aktivität in einer herausfordernden und informativen Lernumgebung aus."40 "Das Versenden und Empfangen von elektronischer Post, das gezielte Suchen von Informationen bei Netzdiensten und Datenbankanbietern sowie tele-kooperatives Arbeiten befähigt Schülerinnen und Schüler, sich in einem gewissen Grade forschend mit authentischen Problemen auseinanderzusetzen und dabei ihren Wissensbereich stärker selbst zu organisieren und aktiv zu gestalten."41 "Im Mittelpunkt einer netzbasierten Arbeit in Schulen steht die sinnvolle Auswahl und Bewertung von Informationen, der Erwerb von Sachkompetenz und die zukünftige, insbesondere berufsfeldbezogene Arbeit mit Netzen."42 Die Arbeit mit modernen Informations- und Kommunikationstechniken in der Schule hat eine Veränderung der Lehrerrolle zur Folge; mehr als bisher nimmt die Lehrperson neben den zentralen Aufgaben der Erziehung und der Wissensvermittlung die Funktion eines Beraters für den Lernprozeß der SchülerInnen wahr. In Fortbildungen müssen Lehrer und Lehrerinnen für den Einsatz vernetzter Computer im Unterricht geschult werden. Das Institut für Praxis und Theorie der Schule (IPTS) und die Landesbildstelle des IPTS bieten eine Vielzahl von Fortbildungen zu Themen im Bereich informationstechnischer Grundbildung und Informatik in der Schule an: * "Schulen ans Netz" - Regionale Schulungen * "Schulen ans Netz" - Darstellung von Projekten * "Schulen ans Netz" - Mädchenprojektwochen * "Schulen ans Netz" - Präsentation von Erfahrungen * Internet - Internet und Unterricht * Internet - Wie bringe ich meine Schule ins Internet? * Einführung in die HTML-Seiten-Programmierung * Internet - Medienaufbereitung für das Internet * Internet - E-Mail Projekte im Sprachunterricht * Internet - How to make friends with a computer.
3.3. Das schleswig-holsteinische Schulnetz "KIDS" Das Schulnetz KIDS (Kommunikation und Information im Datenfernübertragungsnetz für Schulen) existiert seit 1993 und besteht aus vierzehn Knotenrechnern an allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein. Derzeit verfügen etwa 300 Schulen über eine Zugriffsmöglichkeit. Die KIDS-Initiatoren verfolgen mit dem Aufbau des "Bildungsnetzes als Infrastruktur zur Verbesserung von Kommunikationsvorhaben" die Absicht, "schul- und bildungsrelevante Initiativen und Informationen aus verschiedenen Bereichen des Landes (zum Beispiel Büchereien, Suchtberatung, Schulpsychologen, Museen, Kreisbildstellen u.a.) zu koordinieren und im Netz zusammenzuführen, damit alle Bildungseinrichtungen zukünftig davon profitieren können."43 LehrerInnen, SchülerInnen sowie Institutionen und Personen, die im weiteren Sinne etwas mit Schule zu tun haben, können einen freien Zugang zum KIDS-Netz bekommen. Über diesen Zugang ist es möglich, * an den Diskussionsforen des KIDS-Netzes teilzunehmen (derzeit gibt es die Nachrichtenbereiche Börse: Angebote und Nachfragen, Fragen und Antworten, Mitteilungen, Teens-Laberecke, Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein) * an den Diskussionsforen des Internets teilzunehmen * über eine Internet Email-Adresse zu verfügen * WWW-Seiten aus dem Internet zu bestellen * WWW-Internet Seiten nach Stichworten zu durchsuchen * Software herunterzuladen.
Das schleswig-holsteinische Schulnetz stellt neben dem eigenen Angebot auch die Möglichkeit des Datenaustausches mit internationalen Netzen über sogenannnte "Gateways" zur Verfügung. Aufbauend auf der Technik des Internets werden Bildungseinrichtungen im KIDS-Netz untereinander in Form eines Intranetzes verbunden, so daß eine Anbindung an das öffentliche Internet möglich wird. Die stark gewachsene Teilnehmerzahl und die Vielzahl der Unterrichtsprojekte beweisen die hohe Akzeptanz des Schulnetzes. KIDS-Knotenpunkte gibt es mittlerweile auch in anderen Bundesländern und im europäischen Ausland. |
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Was bietet das Internet für den Bildungsbereich - wieviel Sinn macht der Einsatz in der Schule? Kiel, 1998 |