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wieviel Sinn macht der Einsatz in der Schule? |
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2. Das Internet 2.1. Grundlagen Der prognostizierte Wandel von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft vollzieht sich auf der Basis weltweiter elektronischer Datennetze. Auf diese Netze kann mit Hilfe von Computern zugegriffen werden und so bieten sich eine Vielzahl von neuen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Der Datentransfer erfolgt analog über Telefonleitungen oder digital über Glasfaserkabel bzw. Sateliten. "Das populärste Datennetz ist das Internet."10 Internetprovider und Online-Dienste bieten gegen Gebühr Zugang zum Internet an. Online-Dienste verfügen über ein eigenes Informationsangebot, während Internetprovider ausschließlich den direkten Zugang zum Internet bereitstellen. Personalcomputer werden über ein Modem an die analoge Telefonleitung oder über eine ISDN-Karte an das digitale ISDN-Netz angeschlossen. Mit einer Telefonnummer wählt man sich über den Online-Dienst oder den Internetprovider in das weltumspannende Computernetz ein. Verschiedene elektronische Datennetze sind über Gateways miteinander verbunden, so daß Übergänge zwischen den einzelnen Netzen möglich werden. Das Internet ist ein weltweiter und dezentral organisierter Verbund von verschiedenen Computern und besteht aus dem Zusammenschluß zahlreiche Teilnetze. Hervorgegangen ist es aus dem Arpanet (Advanced Research Project Agency), einem Projekt des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Das Anliegen dieses Projektes war der Aufbau eines dezentralen Computernetzes, das eine partielle Zerstörung im Kriegsfall überstehen und so den Austausch von Informationen sicherstellen konnte. Universitäten und Wirtschaftsunternehmen schufen in den achtziger Jahren, basierend auf dem Übertragungsprotokoll IP (Internet Protokoll), eigene Netzwerke. Durch den Zusammenschluß verschiedener Netze und Rechner entstand das Internet, ein mittlerweile unüberschaubares Geflecht von weltweit miteinander verbundenen Computern. Die angeschlossenen Rechner stellen eine Reihe von Diensten zur Verfügung, die über Gateways genutzt werden können. Daten werden zwecks Übertragung im Internet in mehreren einzelnen Paketen versendet, die auf unterschiedlichen Wegen auch bei Ausfall einzelner Netzabschnitte ihren Weg zum Zielrechner finden. Dieses Prinzip hat zur Folge, daß die Datenübertragung bei hoher Auslastung des Netzes verlangsamt wird. "Die freie Fahrt auf der Datenautobahn, die von allen Internet-Anbietern gestattet wird, führt auch zu manchem Stau auf der Strecke: Der Datentransport wird ab ca. 13 Uhr (Arbeitsbeginn in Amerika) stark abgebremst, zu viele Computer werden ins Internet eingeklinkt."11 Die vergleichsweise geringen Übertragungsgeschwindigkeiten und Kapazitäten der Netze, die gegenwärtig für eine etwas schwerfällige Datenübertragung verantwortlich sind, sollen in der Zukunft durch den Einsatz moderner Technologien stark erhöht werden.12 Da die Begriffe "Online-Medien", "Online-Dienste", "Internet" und "WWW - World Wide Web" in vielen Fällen unkorrekterweise als Synonyme verwendet werden, erscheint es notwendig, sie eindeutig gegeneinander abzugrenzen. "Online-Medien" ist der Sammelbegriff für Medien, die ihre Inhalte über ein Telefon- oder ISDN-Netz für den Konsumenten zugänglich machen. "Online-Dienste" sind primär Anbieter eines eigenen Informationsangebots. Zusätzlich ermöglichen sie ihren Kunden den Zugriff auf das "Internet". Das "Internet" ist ein weltweites Netzwerk von Computern, welches den globalen Austausch von Daten aller Art ermöglicht. Im Internet werden dem Anwender eine Reihe von Diensten zur Verfügung gestellt, von denen eine das "WWW, W3 oder World Wide Web" ist. Dieses bietet dem Benutzer eine unzählige Anzahl multimedial gestalteter Informationsseiten, die durch sogenannte Links miteinander verknüpft sein können.
2.2. Zugangsmöglichkeiten für Schulen Neben dem Internetzugang über einen der kommerziellen Online-Dienste oder Internetprovider, gibt es für Schulen eine Reihe von alternativen Möglichkeiten einen kostengünstigen Internetanschluß zu bekommen. Die im Rahmen der Initiativen "Schulen ans Netz" und "Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein" vergebenen Förderungen beinhalten die Deckung der Anschlußkosten für einen befristeten Zeitraum. Weiterhin gibt es eine Anzahl von Fördervereinen, die Schulen beim Anschluß an das Internet unterstützen. Diese Unterstützung bezieht sich primär auf Fragen der technischen Umsetzung und der organisatorischen Abwicklung. Zu nennen wären in diesem Zusammenhang das Europäische Schulprojekt (ESP) und das Offene Deutsche Schulnetz (ODS) in Kooperation mit dem Deutschen Forschungsnetz (DFN). Bis Mitte 1998 ermöglicht der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V. (DFN) allen Schulen einen unentgeldlichen, auf vierzig Stunden im Monat limitierten Zugang zu allen Diensten des Internet. Mittlerweile bieten die meisten Universitäten in der Bundesrepublik ihren Studenten auf Anfrage einen Internetzugang über das öffentliche Telefonnetz. Einige Universitäten sind bereit, auch Schulen den Anschluß über ihr Rechenzentrum zu ermöglichen. Zusätzlich bieten Universitäten den Schulen unter Umständen die Möglichkeit, sich auf dem Uni-WWW-Server mit eigenen Seiten im Internet zu präsentieren. Lokale Internetprovider und Unternehmen (besonders solche aus der Computer- und Telekommunikations-branche) können die Internetinitiative einer Schule eventuell als Sponsoren unterstützen. Zusammenfassend muß bei der Auswahl des Internetzugangs über Online-Dienste, Internetprovider oder Universitäten auf folgende Punkte geachtet werden: * Wird neben dem Internetzugang über einen reinen Internetprovider oder über die Universität das zusätzliche Informationsangebot eines Online-Dienstes benötigt? * Wie hoch sind die Mitglieds- und Nutzungsgebühren des jeweiligen Anbieters? * Existiert ein Einwahlknoten, der die Telefonverbindung zum City-Tarif gestattet? * Wie hoch ist die Geschwindigkeit / Auslastung des Einwahlknotens?
Auf Hard- und Softwarevoraussetzungen sowie auf Bedienungsaspekte soll in dieser Arbeit nicht näher eingegangen werden. Es sei lediglich erwähnt, daß die am weitesten verbreiteten (Browser-) Programme "Netscape Navigator" und "Microsoft Internet Explorer" kostenlos im Internet und auf CD-Rom zur Verfügung stehen und Funktionen zur Bedienung der Internetdienste Email, WWW, News, FTP und Gopher (siehe 2.3.1. bis 2.3.5.) beinhalten.13
2.3. Dienste 2.3.1. Email - Elektronische Post Email ist sicherlich der am häufigsten genutzte Dienst im Internet und erlaubt dem Anwender das weltweite Versenden von elektronischer Post. Jedem Teilnehmer, der an einem Internet-Rechner eine Kennung hat, kann eine Nachricht zugesandt werden. Die elektronische Nachricht besteht aus Empfänger- und Absenderadresse, meist einem Betreff und dem Nachrichtentext. Eine Email-Adresse setzt sich aus der Kennung und dem Rechnernamen zusammen; z.B.: Chrischi-And-The-Kids@t-online.de. An Email-Nachrichten können zusätzlich beliebige Dateien angehängt werden, so daß sich Daten aller Art auf elektronischem Weg verschicken lassen. Weiterhin ermöglichen Email-Programme den automatischen Versand von Kopien eines Schreibens an einzelne Personen oder an Personengruppen. Im Vergleich zur herkömmlichen Briefpost (im Internet-Jargon etwas verächtlich "Snailmail" = "Schneckenpost" genannt) ist der Schriftverkehr per Email kostengünstiger und geht erheblich schneller vonstatten - zwischen dem Senden der Nachricht und dem Empfang liegen im Normalfall nur wenige Sekunden.14
2.3.2. WWW - W3 - World Wide Web Im World Wide Web sind Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen mit ihrem Informationsangebot vetreten. Dieses besteht meist aus mehreren, über sogenannte Querverweise ("Hyperlinks") miteinander verbundenen Bildschirmseiten, die Text-, Bild-, Audio- und Videomaterial in beliebiger Kombination enthalten können. Mit Hilfe von Hyperlinks lassen sich Verbindungen zu anderen Internetseiten herstellen. Die erste Bildschirmseite eines WWW-Angebots wird "Homepage" genannt, alle folgenden Seiten heißen "Web-Seite". Mit einem speziellen Programm, dem sogenannten "Browser", werden die Informationsangebote im World Wide Web über eine eindeutige Adresse, der "URL" ("Uniform Resource Locator"), aufgerufen. Eine WWW-Adresse besteht aus mehreren Komponenten. "http://www.san-sh.de" ist die Internet-Adresse des Vereins "Schulen ans Netz in Schleswig-Holstein". "http" steht für "Hypertext Transport Protokoll" und zeigt an, daß es sich bei den Daten unter dieser Adresse um Hypertext-Seiten handelt. "www" bezeichnet ein Angebot im World Wide Web. "san-sh" ist der Name der W3-Seite, häufig identisch mit dem Namen des Informationsanbieters. Die Endung "de" läßt erkennen, daß es sich bei der vorliegenden Seite um eine deutschsprachige Web-Seite handelt. Ein Verzeichnis der gebräuchlichsten Endungen findet sich unter Punkt 8.5. im Anhang der Arbeit. Webseiten werden in der plattformübergreifenden Seitenbeschreibungssprache HTML geschrieben. Internetbrowser wandeln HTML-Seiten unter verschiedenen Betriebs-systemen in Bildschirmseiten um.15
2.3.3. Newsgruppen im Usenet Ein Teilbereich des Internet, das sogenannte Usenet, bietet allen Internet-Teilnehmern ein weltweites Diskussionsforum zu den verschiedensten Themen. Die insgesamt annähernd 30.000 Newsgruppen sind in einer hierarchischen Baumstruktur thematisch geordnet. Der deutschsprachige Teil des Usenets umfaßt ca. 4.000 Diskussionsgruppen und wird in Anlehnung an die internationalen Usenet-Hierachien in verschiedene übergeordnete Kategorien aufgeteilt. Im Anhang dieser Arbeit befindet sich unter Punkt 8.2. eine Liste der deutschsprachigen Newsgruppen zum Thema "Schule". Ihre Benennung läßt einen groben Rückschluß auf die Inhalte zu. Alle Internet-Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich durch das Schreiben von Artikeln an den Diskussionen im Usenet zu beteiligen. Die gängigen Internet-Browser bieten Funktionen zum Lesen und Verfassen von Beiträgen. Um die Übersichtlickeit des Disskussionsverlaufs zu wahren, werden die Beiträge mit Hilfe von sogenannten "Threads" (roten Fäden) systematisch geordnet. Leider kommt es in den Newsgruppen häufiger vor, daß Diskussionsteilnehmer das Thema in der einen oder anderen Form verfehlen, bzw. sich nicht an die Verhaltensregeln im Netz (der Nettiquette) halten. Bei übermäßig hitzigen Beiträgen, vulgären Äußerungen, verbalen Angriffen und persönlichen Beleidigungen spricht man von "flames". Werbung ist im Usenet, wie auch in den anderen privaten Bereichen des Internet stark verpönt. Diesbezüglich gab es in der Vergangenheit Fälle, in denen aufgebrachte Internet-Benutzer die Urheber von Werbebotschaften mit einer derartigen Flut von Emails bedacht haben, daß das Rechensystem des zuständigen Providers zusammenbrach, was wiederum dazu führte, daß den Werbetreibenden der Zugang entzogen wurde. Um eine sachliche Diskussion zu gewährleisten, werden einige wenige Newsgruppen von Moderatoren geführt, die Beiträge filtern und einzelnen Teilnehmern den Zugang zur Newsgruppe verwehren können.16
2.3.4. FTP - File Transfer Protokoll Mittels FTP können binäre Dateien von und zu Internet-Rechnern übertragen werden. Die Dateien können Text, Bilder, Filmsequenzen, Audiomaterial oder Programme enthalten. Das Angebot eines FTP-Servers läßt sich mit einem gängigen Internet-Browser anwählen. Die erforderliche Anmeldung des Benutzers beim Server ist meist über das Paßwort "ANONYMUS" in Kombination mit der eigenen Emailadresse möglich. Die Zugriffsrechte eines Benutzers mit Gast-Status sind häufig gegenüber Benutzern mit vollen Zugriffsrechten limitiert.17
2.3.5. Gopher Diese Funktion bietet den Zugriff auf umfangreiche Informationssammlungen aller Art und stellt ein menügesteuertes Verzeichnissystem zur Verfügung, daß die Informationsangebote verschiedener Rechner zusammenfasst. Bei Bedarf werden selbständig Verbindungen zu dem jeweiligen Computer aufgebaut. Das Angebot eines Gopher-Servers läßt sich mit einem gängigen Internet-Browser nutzen. Die Auswahl an deutschen Gopher-Sites ist momentan noch recht beschränkt - die meisten Adressen verweisen in die USA.18
2.3.6. IRC - Internet Relay Chat Der IRC wird von verschiedenen Anbietern betrieben und ermöglicht mit Hilfe eines besonderen IRC-Programms die Online-Kommunikation in Echtzeit. Auf mehreren Kanälen werden zwischen den Internet-Teilnehmern elektronische Nachrichten ausgetauscht, wobei jeder der Teilnehmer auf seinem Bildschirm die Nachrichten aller anderen Teilnehmer sieht und sich an der Diskussion beteiligen kann. Live-Konferenzen im IRC bieten die Möglichkeit mit Menschen aus aller Welt zu kommunizieren, wobei die Formen vom weniger gezielten "Chatten" (engl. "chat" = Unterhaltung, Plauderei, Schwatz) bis zu ernsthaften Diskussionen über politische Themen und Ereignisse reichen. Der Web-Chat im WWW läßt sich mit einem herkömmlichen Browser durchführen und bietet eine zunehmend populäre Alternative zum IRC.19 Für die Kommunikation im Internet existieren eine Vielzahl von sogenannten Emoticons. Hierbei handelt es sich um Zeichenkombinationen wie :-), die dem Autor den Ausdruck von Emotionen ermöglichen. Weiterhin werden häufig bestimmte Abkürzungen (Akronyme) wie MfG (=Mit freundlichen Grüßen) oder CU (=see you) verwendet. Eine Liste der gebräuchlichsten Emoticons und Akroyme findet sich unter dem Punkt 8.6. im Anhang dieser Arbeit.
2.3.7. Telnet (Terminalemulation) Telnet erlaubt die Bedienung eines entfernten Rechners mittels Netzverbindung. Nach dem Einloggen wird der eigene Rechner lediglich als Terminal zur Dateneingabe und -anzeige genutzt. Die aufgerufenen Programme laufen auf dem Host ab. So lassen sich beispielsweise besonders rechenintensive Prozesse auf einen Großrechner auslagern, oder Literaturrecherchen mittels eines bibliothekseigenen Rechners durchführen. Für Lehrer, die zusätzliche Aufgaben eines Netzwerkadministratoren übernommen haben, bietet Telnet (jedenfalls theoretisch) die Möglichkeit, das Schulnetzwerk von zu Hause aus zu warten.20
2.4. Informationssuche und -verarbeitung Das Internet ist zum größten System verteilten Wissens geworden. Schätzungsweise 30 bis 50 Mio. User greifen in 140 Ländern auf ca. fünf Mio. Web-Server zu. Die Zahl der mit dem Internet verbundenen Rechner verdoppelt sich derzeit alle 200 Tage. Für die Jahrtausendwende wird eine Internet-Nutzerzahl von 200 Mio. prognostiziert. Pro Monat werden ca. 7 Mio. neuer Schreibmaschinenseiten mit Text ins Netz gestellt. Die Datenmenge verdoppelt sich 1997 alle 40 bis 50 Tage.21 Bill Gates, der Chef des weltweit führenden Softwareherstellers "Microsoft" ist der Meinung, daß die Möglichkeiten und die zukünftige Verbreitung des Internet heute noch weit unterschätzt werden. Er sagt voraus, daß in zehn Jahren mehr als eine Milliarde Computer weltweit vernetzt sind.22 Die Informationsmenge im Internet ist quasi unbegrenzt und damit schwer durchschaubar. Anfang des Jahres 1997 existieren schätzungsweise über 4.000.000 Homepages, über 30.000 Newsgruppen sowie tausende von Mailinglisten, Gopher- und FTP-Angebote.23 Auf Grund der Informationsfülle und der Unübersichtlichkeit des Angebots ist es unerläßlich, Strategien zur gezielten und bedarfsgesteuerten Informationsrecherche im Netz mittels geeigneter Werkzeuge zu erlernen bzw. zu entwickeln. In dem Artikel "Suchen im Internet" aus dem Themenheft "Schulen ans Netz" der Zeitschrift "Computer und Unterricht" wird die "Dokumentation des eigenen Suchverhaltens mit dem Ziel, aus diesem Dokument sofort wieder eine interaktive html-Seite zu machen"24 empfohlen. "Angesichts einer Technik, die zum schnellen Springen von einer Information zur anderen verleitet, mag eine solche verlangsamende, zur ständigen Reflexion herausfordernde Arbeitsweise als unpassend erscheinen und schwer durchsetzbar sein. Die Bedeutung einer reflektierten und disziplinierten Vorgehensweise zur konstruktiven Nutzung der Informationsflut ist jedoch nicht hoch genug einzuschätzen."25 Bei der Anfertigung der vorliegenden Arbeit haben sich bezüglich der Internetnutzung zwei Arbeitsmethoden als besonders praktikabel erwiesen. Erstens sollten alle WWW-Seiten mit geeigneten Informationen ausgedruckt und deren Inhalte anschließend offline erarbeitet werden, und zweitens ist es sinnvoll, eine Datenbank mit nützlichen Web-Adressen anzulegen, die neben der URL und dem Titel auch eine kurze Beschreibung des Angebots beinhaltet. Wird die Datenbank parallell zum Internetbrowser gestartet, lassen sich Daten bequem zwischen beiden Anwendungen hin- und herkopieren. "Am Bildschirm direkt solides Wissen zu erarbeiten, dürfte kaum möglich sein - es sei denn, die NutzerInnen greifen zu den überkommenen Verarbeitungs- und Speichermethoden und schreiben sich das Gefundene auf oder drucken es aus und lesen es in der materialisierten Fassung nochmals nach ..."26 Der Browser "Netscape Navigator" stellt unter dem Menupunkt "Internet-Suche" Verbindungen zu gängigen Suchfunktionen bereit. Ein Verzeichnis von Internet-Suchwerkzeugen und deren Adressen befindet sich unter Punkt 8.4. im Anhang dieser Arbeit. In der Praxis ist es sinnvoll, mehrere Suchdienste zu kennen und nebeneinander zu nutzen, da die Verzeichnisse in vielen Fällen unterschiedliche Quellen zu Tage fördern. Suchwerkzeuge ermöglichen den gezielten Zugriff auf WWW-, FTP- und Gopher-Angebote, Email-Adressen und Newsgroups. Über die Eingabe von ein oder mehreren Stichworten mit unterschiedlichen Verknüpfungsmöglichkeiten lassen sich, anlog zu der Vorgehensweise bei Datenbankprogrammen, Informationsrecherchen durchführen. Häufig läßt sich die Genauigkeit der Übereinstimmung von Suchbegriff und Suchergebnis einstellen. Mit Hilfe dieser Option kann die Suche, je nach Bedarf ausgeweitet oder eingegrenzt werden. Das Resultat einer Abfrage wird in Form von Ergebnislisten angezeigt. Über sogenannte Links sind die jeweiligen Angebote direkt anwählbar. Unterschieden werden drei verschiedene Arten von Suchwerkzeugen: Suchmaschinen, Schlagwortkataloge und Agenten. Suchmaschinen durchforsten ständig das gesamte Internet und legen riesige Datenbanken mit Seitenverzeichnissen an. Diese Datenbanken stehen dem Benutzer zur Informationsrecherche mittels Stichworteingabe zur Verfügung. Schlagwortkataloge bestehen aus Listen, deren Einträge sich bei Auswahl in zunehmend spezifischere Bereiche auffächern. Agenten sind Programme, die nach Konfiguration vom Anwender selbständig im Netz nach Informationen suchen. Der Funktionsumfang von Agenten reicht von der Meldung bei Änderung bestimmter Internetangebote per Email bis zur automatisierten Netzrecherche auf Grundlage von benutzerdefinierten Suchbegriffen. Daten aus dem Internet lassen sich auf mehrere Arten speichern und weiterverarbeiten. Die gängigen Browser wie der "Netscape Navigator" ermöglichen den Ausdruck von Web-Seiten und wahlweises Sichern von Dokumenten im internetspezifischen HTML-Format und in Form einer reinen Textdatei. Ferner können Objekte über die Zwischenablagefunktion des Computer-Betriebssystems kopiert oder der gesamte Bildschirminhalt über die sogenannte "Screenshot"-Funktion in einer Bilddatei gespeichert werden. Die FTP-Funktion versetzt den Anwender in die Lage, ganze Dateien aus dem Internet auf den eigenen Rechner herunterzuladen (Download). Um möglichst kurze Übertragungszeiten zu gewährleisten, liegen die Daten im Regelfall in komprimierter Form vor und müssen vor Benutzung durch ein spezielles Programm entpackt werden.27 |
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Was bietet das Internet für den Bildungsbereich - wieviel Sinn macht der Einsatz in der Schule? Kiel, 1998 |